Auch der April bringt einiges an Neuem

Neuer Monat bedeutet oft auch der Startpunkt für neue Regelungen. Auch der April 2026 startet mit einer Vielzahl von gesetzlichen Änderungen, Preis- und Regelanpassungen – von neuen Energie- und Verkehrsvorschriften bis hin zu Änderungen bei Telekommunikationsanbietern. Wer rechtzeitig informiert ist, kann mögliche Zusatzkosten vermeiden und neue Vorteile nutzen.

Neue Spritpreisregelung

Seit dem 1. April dürfen Tankstellen ihre Kraftstoffpreise nur noch einmal pro Tag erhöhen. Preissenkungen sind hingegen weiterhin jederzeit erlaubt. Das Ziel: mehr Transparenz und ein planbareres Preisverhalten für Autofahrerinnen und Autofahrer. Bundeswirtschaftsministerium und Markttransparenzstelle für Kraftstoffe erwarten, dass die Maßnahme kurzfristige Preisschwankungen reduziert. Hintergrund ist, dass die Preise im März deutlich angezogen hatten – zeitweise lag der Liter Super E10 bei über 1,90 Euro.

Früherkennung von Lungenkrebs

Ebenfalls seit dem 1. April ist die Lungenkrebs-Früherkennungsuntersuchung Teil des gesetzlichen Vorsorgeangebots. Anspruch haben starke Raucherinnen und Raucher zwischen 50 und 75 Jahren, die über viele Jahre hinweg regelmäßig geraucht haben. Die Untersuchung erfolgt per Niedrigdosis-Computertomographie (LDCT), die mit deutlich geringerer Strahlenbelastung als herkömmliche CTs arbeitet. Ziel ist es, Tumorerkrankungen bereits im Frühstadium zu entdecken. Wer die Leistung in Anspruch nehmen möchte, kann sich über die eigene Hausarztpraxis oder direkt bei der Krankenkasse informieren.

Telekom erhöht Preise für Bestandskunden

Kunden der Deutschen Telekom sollten ihre Rechnungen genau prüfen: Für viele ältere Festnetzverträge steigen die Preise ab April um monatlich zwei Euro. Betroffen sind unter anderem ältere MagentaZuhause- und Call & Surf-Tarife, die vor April 2023 abgeschlossen wurden. Außerdem erhöhen sich die monatlichen Gebühren für MultiSIMs und Zusatzkarten („PlusKarte“) um jeweils 1,95 Euro. Die Telekom verweist auf gestiegene Betriebskosten und Modernisierungsaufwand; Kundinnen und Kunden haben ein Sonderkündigungsrecht, wenn sie der Preisänderung nicht zustimmen möchten.

USB-C wird Pflicht für Laptops

Ab dem 28. April gilt in der Europäischen Union eine neue Gerätevorschrift: Alle neu in Verkehr gebrachten Laptops müssen einen USB-C-Ladeanschluss besitzen. Damit wird die Regelung, die bereits für Smartphones und Tablets gilt, ausgeweitet. Ziel ist es, Elektroschrott zu reduzieren und die Kompatibilität zwischen Geräten zu erhöhen. Allerdings gilt: Besonders leistungsstarke Modelle, die mehr als 100 W Ladeleistung benötigen, dürfen weiterhin einen zusätzlichen Anschluss besitzen, müssen aber zumindest über USB-C aufladbar sein.

Neue Vorschriften für E-Scooter

Die Nutzung von E-Scootern und anderen Elektrokleinstfahrzeugen ist ab April strenger geregelt. Fahren auf Gehwegen ist nun verboten, stattdessen müssen Radwege oder Fahrbahnen genutzt werden. In Einbahnstraßen gelten für E-Scooter künftig dieselben Regeln wie für Fahrräder, etwa bei der Freigabe für Gegenverkehr. Auch beim Abstellen greifen neue Vorschriften: Kommunen dürfen bestimmte Parkzonen ausweisen und das willkürliche Abstellen einschränken. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit höheren Bußgeldern rechnen – bis zu 100 Euro bei wiederholten Verstößen.

Förderprogramm für Ladepunkte in Mehrfamilienhäusern

Ab dem 15. April startet die neue KfW-Förderung für Elektroauto-Ladestationen in Mehrparteienhäusern. Insgesamt stehen 500 Millionen Euro zur Verfügung. Eigentümergemeinschaften und Vermieter können pro Ladepunkt bis zu 2.000 Euro Zuschuss erhalten, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Gefördert werden sowohl die Anschaffung als auch der fachgerechte Einbau. Ziel des Programms ist es, die Ladeinfrastruktur in Wohngebieten attraktiver zu machen und den Umstieg auf Elektromobilität zu erleichtern. Förderanträge werden über das KfW-Portal gestellt, solange Budgetmittel verfügbar sind.

Fazit:

Der April dürfte für viele Haushalte spürbare Veränderungen bringen – von Entlastungen wie der neuen Lungenkrebs-Früherkennung bis zu Mehrkosten durch steigende Telekom-Tarife. Wer die Neuerungen kennt, kann rechtzeitig reagieren und Vorteile sichern.

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